1. Mannschaft: Heimniederlage gegen Bad Vilbel

Der FV Bad Vilbel gewann gestern Abend zum Auftakt des 19. Durchgangs in der Fußball-Verbandsliga Süd mit 3:1 (0:0) beim FC Kalbach und zog damit auch in der Tabelle an den Frankfurtern vorbei.

Frankfurt.

Beide Mannschaften spielten von Beginn an mit Zug nach vorne, und so erlebten die rund 100 Zuschauer eine kurzweilige und besonders im ersten Abschnitt sehr intensive Auseinandersetzung. Entscheidend waren in einer bis dahin offenen Partie die Aussetzer von Kalbachs Torhüter Taha Özdemir. „Wer in so einem Spiel mehr Fehler macht, der verliert. Wir haben diesmal zwei individuelle Böcke geschossen, das war entscheidend. Der Bad Vilbeler Sieg ist deshalb in Ordnung“, befand der Trainer der Gastgeber Salvatore Cirrincione.

Die erste Chance hatte Kalbach bei einem Kopfball von Christopher Pross, der das Tor nach einer Flanke von Soufian Chihab knapp verpasste (6.). Dann aber kamen die Gäste, die durch Alexander Bauscher gleich drei Mal vor dem 1:0 standen. Erst scheiterte er freistehend an Özdemir (8.), dann schloss er aus 16 Metern zu mittig ab (10.), und schließlich parierte der Keeper einen Volleyschuss des Gästestürmers (30.). Kalbach kam dann durch einen weiteren Kopfball von Pross fast zum 1:0, doch das Schiedsrichtergespann wähnte den Ball bei der Abwehraktion von Anastasio Keoseoglu noch nicht in vollem Umfang hinter der Linie (32.). Georgios Nasios traf eine Minute später mit einem Schlenzer nur die Latte – Bad Vilbels Schlussmann Robin Orband hatte in dieser Phase durchaus das Glück des Tüchtigen.

Nach der Pause erlebte der junge Özdemir einige rabenschwarze Minuten. Erst irrte er an der Strafraumlinie umher, und Bauscher hob den vor seinen Füßen landenden Ball aus 25 Metern zum 1:0 für die Gäste ins leere Tor (48.). Dann ließen seine Vorderleute den Keeper im Stich, und Ajdin Maksumic konnte sich nach einer Flanke von Filip Osman per Kopf die Ecke regelrecht aussuchen – was er eiskalt zum 2:0 nutzte (57.). Dann wurde es ganz bitter für die Gastgeber: Osman bekam gut 25 Meter vor dem Tor den Ball, wurde nicht angegriffen und schoss knapp an Özdemir vorbei mitten ins Tor (65.).

Am Ende ließ Bad Vilbel Ball und Gegner gut laufen, nutzte seine Chancen aber nicht mehr. Stattdessen gelang Christopher Stein per Elfmeter wenigstens noch der Ehrentreffer, nachdem Dominik Emmel Stjepan Jurisic gefoult hatte (77.). „Ich denke, der Sieg war verdient. Auch wenn die Kalbacher Fehler uns natürlich geholfen haben, waren wir schon in der ersten Halbzeit einen Tick gefährlicher“, fasste Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic zusammen. rst

Quelle:  FNP vom 19.11.2016

1. Mannschaft bei Bruchköbel

G Bruchköbel – FC Kalbach 1:1 (1:1). – Sechs Minuten waren erst gespielt, da sah Kalbachs Torhüter Daniel Soldevilla wegen einer Notbremse die Rote Karte. Trotzdem gingen die Frankfurter durch Erik Wille in Führung (11.). Der Ausgleich durch Ugur Erdogan fiel nach einem Freistoß von der Mittellinie, weil zwei Kalbacher nicht energisch zum Ball gingen und Bruchköbels Angreifer Soldevillas Ersatzmann, Taha Özdemir, geistesgegenwärtig überlupfte (28.). In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie, in der laut Kalbachs Trainer Salvatore Cirrincione „durchaus Feuer drin“ war. Davon zeugen auch die acht Gelben Karten, die Schiedsrichter Maximilian Rüger (Petersberg) verteilte. Bruchköbel hatte in Überzahl zwar mehr vom Spiel, wurde aber nur ganz selten gefährlich. „Wir haben trotz Unterzahl gut gestanden und Nadelstiche gesetzt, haben versucht, Fußball zu spielen, und gekämpft“, lobte Cirrincione, der seinem Team „eine gute Mentalität“ bescheinigte. Die Möglichkeiten zur erneuten Führung konnten Wille (57.), Deniz Pekguezelyigit (68.) und Christopher Stein (72.) aber nicht nutzen. Özdemir, der stark gegen Benjamin Braus parierte, erntete vom Kalbacher Trainer ebenso ein Sonderlob wie Debütant Konstantin Fujiwara. Quelle rst Neue Presse 14.11.2016